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Olivenbäume und sibirische Kälte sind keine gute Kombination

Seit mittlerweile fünf Jahren unterliegt die Olivenernte in Italien starken Schwankungen. Während man in früheren Zeiten darauf vorbereitet war, dass auf eine ausgesprochen ertragreiche Ernte eines Jahres, eine etwas Schwächere im darauffolgenden Jahr zu erwarten war, ist dieser natürliche, durch den Olivenbaum vorgegebene Rhythmus abhandengekommen.

Plagen, wie die Olivenfliege oder Krankheiten wie die sogenannte Lepra der Olivenbäume, welche durch Xylella Fastidiosa (dt. Feuerbakterium) ausgelöst wird, stellen die Olivenproduzenten vor immer größere Herausforderungen nicht nur die Ernte und somit die Erträge zu sichern, sondern auch gesunde, für eine hervorragende Olivenölqualität geeignete Oliven zu produzieren.

Dazu gesellen sich noch die wechselnden extremer werdenden klimatischen Bedingungen. So hat es 2016 zu viel geregnet, 2017 war geprägt von langanhaltenden Dürreperioden und im Februar 2018 hat Italien die sibirische Kältewelle „Burian“ erreicht. Die Folgen „Burians“ sind für viele Produzenten verheerend. Mancherorts sind die Bodentemperaturen unter -10°C gefallen. Solange ein solcher Frost nur wenige Tage anhält, kann ein ausgewachsener Baum diesen Temperaturen problemlos standhalten. Anders verhält es sich, sofern der Baum erst kürzlich zugeschnitten wurde oder bei jungen, vor nicht allzu langer Zeit gepflanzten Olivenbäumen.

Je nach Region oder sogar Provinz (Anm. mit deutschen Kreisen zu vergleichen) sind unterschiedliche Einbußen zu erwarten. Teilweise ist sogar die jeweilige Sorte ausschlaggebend, ob die Bäume Früchte tragen werden oder nicht. In Umbrien und der Toskana geht man davon aus, dass die Bäume der Sorte Moraiolo gute Erträge und Qualität produzieren werden, wohingegen es bei den Sorten Frantoio und Leccino in manchen Provinzen zu Totalausfällen kommen wird. Die Region Apulien steht für ca. 30% der italienischen Olivenölproduktion und wird dieses Jahr Ertragseinbußen von etwa 60% verzeichnen. Die offizielle Produktionsmenge ist laut dem italienischen Landwirtschaftsministerium mit Stand vom 31.12.2018 nur 166.476 Tonnen und damit sogar noch um 22.000 Tonnen geringer als im bislang schwächsten Jahr 2016.

Überblick der Prognosen einzelner Regionen:

Ligurien: eine sehr gute Ernte wird erwartet

Toskana: positive Aussichten für Bäume der Sorte Moraiolo, negative für Leccino und Frantoio

Kalabrien: 50% Einbußen werden erwartet, die Ernte fängt bereits in der kommenden Woche an, früher als jemals zuvor

Umbrien: positive Aussichten für Bäume der Sorte Moraiolo, negative für Leccino und Frantoio

Apulien: in der Provinz Bari werden gute Erträge erwartet, hingegen geht man in der Provinz Foggia von einem Desaster aus

Sizilien: die Prognosen für die Provinz Catania sind schlecht, die Aussichten für Agrigento, Trapani und Siracusa sind besser, aber nicht gut

Latium: desaströse Prognosen, viele Mühlenbetreiber überlegen, ob sie überhaupt die Mühle in Betrieb setzen sollen

Marken: 50% Einbußen im Vergleich zum Vorjahr, auch hier fängt man in Küstennähe bereits kommende Woche an, zu ernten

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